Damit der Shutdown nicht zum Showdown wird

So rettet man den Kühlschmierstoff

Beinahe über Nacht wurde in vielen Betrieben die Produktion heruntergefahren. Corona hat zu einer nie dagewesenen Notbremsung geführt. Die Folgen dieses Shutdowns werden uns noch lange begleiten. Das gilt besonders für die fertigende Industrie, die in eng verzahnten Prozessen arbeitet. Selbst kleinste Ursachen können da große Wirkung zeigen. Solch ein zunächst unscheinbarer Nebenschauplatz ist das Thema Kühlschmierstoff (KSS), der in vielen Unternehmen beinahe fluchtartig sich selbst überlassen wurde.

Priorität Mensch

Ist der Kühlschmierstoff nicht in Top-Form, kann er schnell zum Problemstoff werden. Darum ist die Aufbereitung des „Werkzeugs“ Kühlschmierstoff in jeder spanenden Fertigung ein wichtiges Thema. Nun galt die Priorität aber auf einmal nicht der Fertigung und schon gar dem KSS, sondern dem Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter. Da der Kühlschmierstoff jedoch nur wenig „Homeoffice-tauglich“ ist, kann so ein Shutdown schon nach kurzer Zeit für ihn zum Showdown werden.

Wenn der KSS KO geht

Wird der KSS nicht permanent gepflegt und in Bewegung gehalten, geht es mit seiner „Gesundheit“ rapide bergab. Schon zu „nicht-Corona Zeiten“ ist das oft eine echte Herausforderung – in Verbindung mit einem Shutdown kann das aber schnell zum KO-Kriterium für tausende Liter Kühlschmierstoff werden. Das wird teuer. Von den unliebsamen Verzögerungen und Problemen beim Wiederhochfahren der Fertigung ganz zu schweigen. Da sind echte KSS-Experten gefragt. Das ist die Spezialität von Lubot, bekannt für maßgeschneiderte Verfahrenstechnik und ganzheitliche tribologische Lösungen.

7 Tipps, die helfen, den KSS in Top-Form zu halten

Egal ob Maschinen über eine zentrale oder dezentrale KSS-Aufbereitung verfügen, die folgenden Tipps helfen dabei, aus KSS-Sicht gut über den Shutdown zu kommen.

  1. Vor dem Abschalten der KSS Umwälzung eventuell ein Biozid zusetzen, speziell wenn in der Anlage Sedimente vermutet werden.
  2. Abdeckungen (Deckeln) öffnen – das sorgt für eine bessere Durchlüftung und hilft gegen Pilzbefall im Kondenswasserbereich.
  3. Nach dem Abschalten einige Stunden warten und aufschwimmendes Fremdöl absaugen.
  4. Wenn möglich, den KSS hin und wieder umwälzen oder belüften.
  5. Regelmäßige Begutachtung des KSS – schon eine „organoleptische Kontrolle“ sagt viel aus. Eine „erfahrende Nase“ erkennt Biowachstum sehr früh.
  6. Bei Geruch Biozid zusetzen und eine Zeit lang umwälzen.
  7. Vor dem Hochfahren: Prüfung des KSS – wie ist der chemische Zustand und stimmt die Konzentration? Gegebenenfalls entsprechend aufbessern.

Zusätzlich können die Experten von Lubot vor dem Wiederanfahren einen Schnelltest der Additiv-Reserve vor Ort durchführen, das hilft bei der Beurteilung und Stabilisierung des Kühlschmierstoffs.